Ankommen in Schleswig-Holstein

Moinmoin vom 17.05.2017

Medien für Integrationsarbeit

Beim Termin in der Bücherei dabei (v.l.): Flüchtlingslotsin Barbara Mielke-Reusch, Maren Korban (AWO), Ursula Nielsen, Dr. Dörte Beier, Heiko Ewert (NOSPA). Fotos: Feldmann

Schleswig (ife) – „Wie funktioniert Deutschland?“ Das ist für Flüchtlinge oft nicht so leicht zu  ergründen. Arztbesuche, Banküberweisungen, eventuell der Führerschein – vieles muss bewältigt werden. Informationen kann man sich gegebenenfalls in der Bücherei besorgen, einem wichtigen Ort der Wissensvermittlung. Die Nord-Ostsee-Sparkasse stellt der Stadtbücherei Schleswig im Rahmen  des Projekts „Ankommen in Deutschland“ Medien für die Integrationsarbeit zur Verfügung. „Dabei sind diese Medien für Flüchtlinge gedacht, die bereits eine Zeitlang hier sind“, erklärt Ursula Nielsen, Leiterin der Stadtbücherei. Heiko Ewert, Regionaldirektor bei der NOSPA, überreichte ihr vier Medientaschen mit je 6 bis 7 Titeln und einen 32 Titel umfassenden Ergänzungsbestand (Gesamtwert: über 1.000 Euro). „Wir sehen, dass viele Flüchtlinge in die Bücherei kommen“,  berichtet Ursula Nielsen, „es ist nicht einfach für uns, geeignete Medien bereit zu halten. Daher  freuen wir uns sehr über diese Unterstützung.“ Es gibt jeweils zwei Taschen, die Bücher und  Informationsmaterial für Familien enthalten, sowie zwei Taschen, die für alleinstehende Erwachsene gedacht sind. Mit dem Mitgliedsausweis (für Flüchtlinge sind die Kosten für den Ausweis reduziert) können die Taschen für drei Wochen, verlängert für sechs Wochen, ausgeliehen werden. Auch Flüchtlingslotsen können auf dieses Material hinweisen. Das Projekt ist innerhalb eines größeren Rahmens angesiedelt. Mit 60.000 Euro fördern die schleswigholsteinischen Sparkassen 77 Bücherei-Standorte mit 206 Medientaschen. Initiiert wurde diese Aktion von der Büchereizentrale S-H und dem Flüchtlingsrat S-H. Die Schirmherrschaft hat Innenminister Stefan Studt übernommen. Ursula Nielsen weist darauf hin, dass die Leihverkehrund Ergänzungsbibliothek in Flensburg noch weitere Medien bereit hält, die bestellt werden können. Da die Stadtbücherei seit 2012 dem  Verwaltungsbereich der Stadt Schleswig unterstellt ist, kam auch Dr. Dörte Beier, Leiterin des  Fachdienstes Kultur und Tourismus, zu dem Termin. Und auch Barbara Mielke-Reusch, als Flüchtlingslotsin mit dem Schicksal vieler Flüchtlinge vertraut, informierte sich ebenso wie Maren Korban von der AWO über das neue Angebot. ldmann

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